Logo Redesign | Altes behalten oder neues erstellen?

Woran du erkennst, ob Dein Logo überarbeitet werden muss und wie du es richtig machst.

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AUTOR | Silke Wengenroth-Lippke

Logo Redesign 2026: Wann ist es sinnvoll?

Dein Unternehmen ist heute nicht mehr das, was es vor 5 oder 10 Jahren war. Du hast vielleicht ein neues Angebot, mehr Konkurrenz, ein neues Kundenfeld, andere Schwerpunkte. Aber Dein Logo? Das sieht genauso aus wie damals.

Ist das ein Problem oder nicht?

In diesem Artikel zeige ich Dir, ob Dein Logo wirklich ein Redesign benötigt.

Starte hier.

Diese 5 Punkte sind ein schneller Test, um zu überprüfen, ob Dein Logo ein Redesign benötigt.

1. Ist dein Logo älter als 10 Jahre?

Ein älteres Logo ist nicht unbedingt schlecht, aber ein Hinweis, mal genau zu schauen: Passt es noch zu meinem Angebot, kann ich es überall einsetzen (Social Media, Website …), bin ich nicht schon längst unzufrieden und nutze es eigentlich deshalb ungern?

2. Hat sich Dein Unternehmen verändert?

  • Hat sich dein Angebot erweitert, oder spezialisiert? 
  • Hast Du heute andere Kunden?
  • Du hast heute mehr Erfahrung und Kompetenz, die Teil deines Verkaufsprozesses ist?
  • Oder hast Du es damals schnell erstellt und Du bist längst weiter als ein Standardlogo?

Kurzer Test: Schreib in fünf Stichpunkten auf, wofür Du heute stehen möchtest (z. B. „premium“, „regional“, „innovativ“, „familiär“, „schnell“). Passt Dein Logo optisch zu diesen Worten?

3. Spricht Dein Logo noch Deine Zielgruppe an?

  1. Hast Du ein Premiumangebot und ziehst die richtigen Menschen an?
  2. Du musst nicht Deine Preise erklären.
  3. Schau Dir Deine Lieblingskunden an: Kommen die zu Dir, oder sind das die, die gerne über den Preis diskutieren?

4. Ist Sein Logo überall einsetzbar?

Ist es als kleines Profilbild (Instagram/LinkedIn) und als Mini-Version oben links auf Deiner Website: Ist es sofort erkennbar, oder auf einem Kugelschreiber?

5. Unterscheidest Du Dich von Deinen Mitbewerbern?

Lege Dein Logo neben die Deiner Mitbewerber und lass gerne Mitmenschen entscheiden: Gehst Du in der Masse unter oder hebst Du Dich ab? Deine Wiedererkennung ist Markenwert und Deine Kunden sollen zu Dir kommen und nicht aus Versehen zum Mitbewerber gehen.

Auswertung

0-1 Punkte: Alles gut!
→ Dein Logo arbeitet noch für dich.

2 Punkte: Refresh prüfen
→ Kleine Optimierungen könnten helfen.

3-5 Punkte: Redesign lohnt sich
→ Zeit für einen professionellen Neustart.

Bist Du unsicher? Buche Dir ein kostenloses Logo-Audit.

Wie funktioniert ein Logo Redesign?

Ich gebe Dir hier meinen Ablauf durch, wenn Du bei mir ein Redesign beauftragen würdest.

Phase 1: Analyse & Strategie

Wir schauen uns Dein aktuelles Logo an: Was funktioniert noch? Was nicht?

  • Was sind Deine Ziele?
  • Wer bist Du heute?
  • Wir analysieren Deine Zielgruppe: Wer sind Deine Kunden?
  • Wir prüfen die Konkurrenz: Wie sieht Dein Umfeld aus und wie kannst Du Dich abheben?​
  • Wir definieren 3–5 Kernbotschaften, die Dein neues Logo vermitteln soll (z.B. „vertrauenswürdig“, „innovativ“, „seriös“, „modern“ …

 

Zur Vorbereitung gibt es einen Briefingfragebogen, in dem oben die Punkte und noch anderes abgefragt oder besprochen werden.

Phase 2: Konzept & Richtungen

Ich zeige Dir verschiedene Richtungen. Das Ziel: Du siehst, wohin die Reise gehen könnte, und kannst entscheiden, welcher Ansatz am besten zuDdir passt.

Konkret bedeutet das:

  • Du bekommst 2–3 Konzepte (Skizzen, Moodboards, erste Formen/Farben).
  • Jedes Konzept hat eine kurze Begründung: Warum funktioniert das für dich
  • Wir besprechen: Welche Richtung fühlt sich richtig an?
  •  

Phase 3: Präsentation, Korrekturschleifen, Feedback

In diesem Bereich besprechen wir die Layouts, was passt gut, wo gibt es noch Anpassungen. In der Regel erstelle ich 3 Ansätze.

Phase 4: Reinzeichnung & Ausarbeitung

etzt wird das Logo final umgesetzt. Abstände, Proportionen, Farben, Schriften. Das Ergebnis ist ein Logo, das technisch einwandfrei ist für Print, Web und alle anderen Anwendungen.

Was du bekommst (Dateiformate):

  • Vektordatei (EPS/SVG): für den Druck
  • PNG (mit transparentem Hintergrund): für Website, Social Media, Präsentationen.
  • JPG (für einfache Anwendungen wie E-Mail-Signatur).
  • Optional: Favicon (ICO-Datei für Browser-Tabs).
  • Style-Guide, wie Du Dein Logo wo einsetzt, auf welchen Hintergründen und mit welchen Abständen. Damit bleibt Dein Logo bei den verschiedenen Einsätzen immer konsistent.

Phase 5: Launch & Übergang

Du musst nicht alles sofort ändern. Das ist individuell und nicht bei jedem Unternehmen gleich.

Du kannst es nach und nach ändern, wie z. B. deine Website, E-Mail-Signatur, Social Media und gedruckte Materialien. Oder alles auf einmal.

Je nach Größe lohnt es sich, eine Marketingstrategie zu entwickeln, wie Du Dein Logo einführst. Dies kann durch Hinweise geschehen, zum Beispiel durch Aufkleber auf Briefen, die darauf hinweisen, dass der Umzug in die Musterstraße zeitnah stattfindet und gleichzeitig eine Anpassung des Designs vorgenommen wurde. Oder ganz groß, wie damals aus Raider wird jetzt Twix. Dazu mehr im Punkt Fehler 1 bei Risiken beim Logo-Redesign.

Ein Redesign ist ein strukturierter Prozess. Wenn Du weißt, was auf Dich zukommt, kannst du entspannt mitgehen und am Ende hast Du ein Logo, das effektiv für Dich arbeitet.

Wenn Du entschieden hast, dass ein Redesign auch für Dich der nächste Schritt ist, dann gibt es hier noch 3 Fehler, die Du vermeiden kannst. Damit es ein voller Erfolg wird. 

Logo Redesign Beispiele aus der Praxis

Hier zeige ich Dir drei Redesign-Projekte aus meiner Arbeit mit Selbstständigen und mittelständischen Unternehmen. Du siehst das Problem, die Lösung und das Ergebnis.

1. Fehler beim Redesign | Zu radikal ändern und dabei die Wiedererkennung verlieren

Alles über den Haufen werfen – Farben, Form, Stil. Das Problem: Stammkunden erkennen Dich nicht mehr wieder. Du verlierst über Nacht Deine mühsam aufgebaute Markenbekanntheit.

Möglichkeiten, das zu verhindern:

  • Bewahre ein Erkennungsmerkmal (z. B. die Farbwelt oder die Grundform)
  • Modernisiere, aber radiere nicht aus
  • Wenn ein komplettes Redesign nötig ist (z. B. weil Du Dich komplett neu positionierst), kommuniziere es aktiv: Newsletter, Social Media, Website-Banner („Neuer Look, gleiche Qualität“)

2. Fehler | Design-Trends blindlings folgen

Trends kommen und gehen. Was heute „in“ ist, wirkt morgen schon wieder veraltet. Wenn Du Dein Logo nach dem aktuellen Trend gestaltest (z. B. Farbverläufe, 3D-Effekte, bestimmte Schriftarten), hast Du in 2–3 Jahren wieder dasselbe Problem: Es sieht „veraltet“ aus.

Ein Logo sollte mindestens 5–10 Jahre halten.

Stattdessen:

  • Fokus auf Zeitlosigkeit, nicht auf „was gerade alle machen“
  • Klare, einfache Formen überdauern Trends
  • Frag Dich: „Sieht das in 5 Jahren immer noch gut aus?“

3. Fehler | Ohne Strategie umsetzen

„Ich benötige ein zeitgemäßeres Logo“, denken viele und starten sofort mit dem Designen. Ohne vorher zu klären: Warum? Für wen? Was soll es aussagen? Das Ergebnis: ein hübsches Logo, aber nichts transportiert.

Beispiel:
Ein Selbstständiger lässt sein Logo neu designen, weil es ihm „nicht mehr gefällt“. Danach wirkt es zwar zeitgemäßer, lockt aber aufgrund fehlender strategischer Ausrichtung weiterhin die falschen Kunden an.

Stattdessen:

  • Starte mit Strategie: Wer bin ich heute? Wer sind meine Wunschkunden? Was ist mein Ziel? Siehe weiter oben bei Ablauf.
  • Erst dann kommt Design
  • Ein gutes Briefing und Strategiegespräch sind die halbe Miete.

4. Fehler | Die Zielgruppe nicht berücksichtigen

Was das bedeutet:
Du gestaltest ein Logo nach Deinem Geschmack, und/oder Du hörst zu viel auf Personen aus Deinem näheren Umfeld, die nicht zu Deiner Zielgruppe gehören. Das Problem: Du und zum Beispiel Freunde oder Familie, sind nicht Deine Kunden.

Stattdessen:

  • Orientiere Dich an den Bedürfnissen Deiner Kunden.
  • Welches Problem löst Du für diese?
  • Welcher Deiner Mehrwerte ist für sie ein Kaufargument?
  • Frage nicht: „Gefällt mir das?“

4. Fehler | Die Zielgruppe nicht berücksichtigen

Was das bedeutet:
Du gestaltest ein Logo nach Deinem Geschmack, und/oder Du hörst zu viel auf Personen aus Deinem näheren Umfeld, die nicht zu Deiner Zielgruppe gehören. Das Problem: Du und zum Beispiel Freunde oder Familie, sind nicht Deine Kunden.

Stattdessen:

  • Orientiere Dich an den Bedürfnissen Deiner Kunden.
  • Welches Problem löst Du für diese?
  • Welcher Deiner Mehrwerte ist für sie ein Kaufargument?
  • Frage nicht: „Gefällt mir das?“

Deine Fragen zum Logo-Redesign

2-3 Wochen von der ersten Idee bis zur fertigen Datei.

Da ein Logo von verschiedenen Faktoren abhängt, kann ich hier eine ab Preis angeben von ab 1290 Euro. Mehr in meine Blogartikel: Was kostet eine Logo Design?

Kommuniziere den Wechsel. Ein kurzer Post auf Social Media oder im Newsletter („Neuer Look, gleiche Qualität“) nimmt mögliche Irritationen vorweg. Überlege Dir in der Phase der Entstehung des Redesigns, wie Du den Switch zum geänderten Logo vollziehen möchtest.

Nein, Du ziehst die Umstellung so durch, wie sie für Dein Unternehmen passt. Beispielhaftes Vorgehen.

  • Sofort ändern: Website, Social-Media-Profile, E-Mail-Signatur, Google-Business-Profil (kostet nichts oder wenig)
  • Nach und nach: Visitenkarten, Flyer, Briefpapier (Restbestände aufbrauchen, dann neu drucken)
  • Später: Fahrzeugbeschriftung, Schilder, große Investitionen (erst, wenn ohnehin eine Erneuerung ansteht)

Canva ist super für Social-Media-Posts. Für ein strategisches Logo benötigst Du einen Designer.

Warum? Ein Logo ist nicht nur ein schönes Symbol … Es muss:

  • Deine Positionierung transportieren
  • Technisch einwandfrei sein (Vektordatei, skalierbar, für Print + Web)
  • Dich von der Konkurrenz

Hierzu kannst du auf meiner Seite: Logo erstellen lassen Dich näher informieren. Du kannst Dir auch die Logo Checkliste dazu anschauen oder Logoentwicklung.

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